Sonographie ist die Ultraschalluntersuchung. In der Urologie ist sie die erste und am häufigsten eingesetzte Bildgebung: schmerzlos, ohne Strahlung, sofort verfügbar und beliebig wiederholbar. Nieren, Blase, Prostata, Hoden und Restharn lassen sich damit in wenigen Minuten beurteilen.
Was sie zeigt: An den Nieren Größe, Harnstau, Steine ab etwa drei Millimetern, Zysten, Tumoren und Narben. An der Blase Füllung, Wanddicke, Steine, Tumoren ab etwa fünf Millimetern und den Restharn nach dem Wasserlassen. An der Prostata das Volumen, von außen durch die Bauchdecke grob, über den Enddarm (transrektal) genau. Am Hoden Tumoren, Entzündungen, Hydrozele, Varikozele und mit Farbdoppler die Durchblutung, entscheidend bei Verdacht auf Hodentorsion.
Grenzen: Harnleitersteine sind meist nicht direkt sichtbar, nur ihr Stau. Kleine Nierentumoren unter zwei Zentimetern werden übersehen, die Unterscheidung gutartig oder bösartig gelingt nicht sicher. Luft im Darm, Übergewicht und leere Blase verschlechtern die Sicht. Deshalb folgen bei Verdacht auf Stein ein CT, bei unklaren Nierenbefunden ein CT oder MRT mit Kontrastmittel und bei Verdacht auf Prostatakrebs das MRT.
Praktisches: Für die Untersuchung von Blase und Prostata sollte die Blase gut gefüllt sein, also eine Stunde vorher einen halben Liter trinken und nicht zur Toilette gehen. Die Restharnmessung erfolgt danach. Kontrastmittel-Ultraschall kann bei Nierenzysten die Frage nach Gut- oder Bösartigkeit oft ohne CT beantworten. Die Untersuchung ist Kassenleistung und dauert fünf bis fünfzehn Minuten.