PSA-Dichte ist der PSA-Wert geteilt durch das Prostatavolumen in Millilitern, das per Ultraschall oder MRT gemessen wird. Sie berücksichtigt, dass eine große gutartige Prostata mehr PSA bildet als eine kleine, und hilft, einen erhöhten Wert einzuordnen: Kommt er von der Größe oder von einem Tumor?
Rechnung und Grenzwert: Beispiel: PSA 4,5 ng/ml bei 60 ml Prostatavolumen ergibt eine Dichte von 0,075 ng/ml/ml. Derselbe Wert bei 25 ml ergibt 0,18. Als Schwelle gilt 0,15: Darunter ist ein aggressiver Tumor unwahrscheinlich, darüber steigt die Wahrscheinlichkeit deutlich. Manche Zentren verwenden 0,10 als vorsichtigere Grenze, vor allem bei unauffälligem MRT.
Wofür sie genutzt wird: Vor allem in der Grauzone: bei PSA-Werten zwischen 3 und 10 ng/ml und bei unklarem MRT-Befund PI-RADS 3. Eine niedrige Dichte erlaubt dann oft, auf eine Biopsie zu verzichten und zu kontrollieren. Bei Active Surveillance ist eine Dichte über 0,15 ein Hinweis auf ein höheres Risiko und führt zu engeren Kontrollen. Auch im PSA-Rechner auf UroWissen lässt sich die Dichte aus zwei Werten berechnen.
Grenzen: Die Volumenmessung per Ultraschall durch die Bauchdecke ist ungenau, über den Enddarm oder im MRT genauer. Entzündungen erhöhen das PSA unabhängig von der Größe und verfälschen die Dichte. Sie ersetzt weder MRT noch Biopsie, sondern ist ein Baustein unter mehreren, zusammen mit Alter, Familiengeschichte, Tastbefund und PSA-Verlauf.