Lexikon

Lymphozele

Lymphozele ist eine abgekapselte Ansammlung von Lymphflüssigkeit, die nach der Entfernung von Lymphknoten im Becken entstehen kann, vor allem nach radikaler Prostatektomie oder Zystektomie. Durchtrennte Lymphbahnen geben weiter Flüssigkeit ab, die sich in der Operationshöhle sammelt.

Häufigkeit: Im Ultraschall findet man kleine Lymphozelen nach Beckenlymphadenektomie bei bis zu jedem zweiten Patienten, sie machen aber fast nie Beschwerden und verschwinden von selbst. Behandlungsbedürftig werden etwa 2 bis 8 Prozent. Nach offenen Operationen sind sie etwas häufiger als nach Schlüssellochtechnik.

Beschwerden: Druckgefühl oder Schwellung im Unterbauch, einseitige Beinschwellung, wenn die Lymphozele auf die Beckenvene drückt, Schmerzen beim Wasserlassen durch Druck auf die Blase. Fieber und Schmerzen sprechen für eine Infektion. Die gefährlichste Folge ist eine Thrombose der Beinvene.

Behandlung: Kleine, beschwerdefreie Lymphozelen werden nur beobachtet. Größere oder infizierte werden unter Ultraschall punktiert und bei Bedarf mit einer Drainage abgeleitet. Füllt sie sich immer wieder, wird sie laparoskopisch zur Bauchhöhle hin eröffnet, wo das Bauchfell die Flüssigkeit aufnimmt. Dieser Eingriff löst das Problem dauerhaft.

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Quelle: UroWissen.de, unabhängige urologische Patienteninformation. Dieser Ausdruck ersetzt keine ärztliche Beratung.
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