Lexikon

IPSS

IPSS steht für International Prostate Symptom Score, einen Fragebogen mit sieben Fragen zu Beschwerden beim Wasserlassen und einer achten Frage zur Lebensqualität. Er ist das weltweit gebräuchliche Werkzeug, um den Schweregrad einer gutartigen Prostatavergrößerung zu messen und den Verlauf unter Behandlung zu verfolgen.

Die Fragen: Jeweils für die letzten vier Wochen: Gefühl unvollständiger Entleerung, Wasserlassen häufiger als alle zwei Stunden, unterbrochener Strahl, schwer aufschiebbarer Drang, schwacher Strahl, Pressen zum Starten und Zahl der nächtlichen Toilettengänge. Jede Frage wird mit 0 bis 5 Punkten bewertet, maximal sind 35 Punkte möglich. Die Lebensqualitätsfrage wird getrennt mit 0 bis 6 Punkten erfasst.

Auswertung: 0 bis 7 Punkte gelten als milde, 8 bis 19 als mittlere, 20 bis 35 als schwere Symptomatik. Entscheidend für die Therapie ist weniger die absolute Zahl als der Leidensdruck: Ein Mann mit 12 Punkten und Lebensqualität „unglücklich“ braucht eher eine Behandlung als einer mit 18 Punkten, der gut damit zurechtkommt. Eine Besserung um drei Punkte gilt als spürbar.

Grenzen: Der IPSS misst Beschwerden, nicht ihre Ursache. Eine überaktive Blase, ein Harnwegsinfekt oder eine Harnröhrenenge erzeugen dieselben Punkte wie eine Prostatavergrößerung. Er ersetzt deshalb nicht die Untersuchung mit Ultraschall, Restharnmessung und Harnstrahlmessung. Auf UroWissen können Sie den Fragebogen online ausfüllen und das Ergebnis ausdrucken.

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Quelle: UroWissen.de, unabhängige urologische Patienteninformation. Dieser Ausdruck ersetzt keine ärztliche Beratung.
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