BPH steht für benigne Prostatahyperplasie, die gutartige Vergrößerung der Prostata. Sie ist die häufigste Erkrankung des älteren Mannes: Ab 50 hat jeder zweite eine vergrößerte Prostata, ab 80 fast jeder. Nicht jede Vergrößerung macht Beschwerden, und nicht jede Beschwerde kommt von der Vergrößerung.
Begriffe: Hyperplasie bezeichnet die Gewebevermehrung, Adenom den daraus entstehenden Knoten, benignes Prostatasyndrom (BPS) die Kombination aus Vergrößerung, Abflussbehinderung und Beschwerden. Die Beschwerden selbst heißen LUTS. In Arztbriefen stehen diese Begriffe oft nebeneinander und meinen dasselbe Krankheitsbild aus verschiedenen Blickwinkeln.
Was sie verursacht: Mit dem Alter verschiebt sich das Verhältnis der Hormone in der Prostata, und das Gewebe in der Übergangszone um die Harnröhre wächst. Warum das bei manchen Männern stark und bei anderen kaum geschieht, ist nicht vollständig geklärt; Veranlagung, Übergewicht und metabolisches Syndrom spielen eine Rolle. Die BPH ist keine Krebsvorstufe.
Behandlung in Stufen: Beobachten und Trinkverhalten anpassen bei leichten Beschwerden. Alpha-Blocker für schnelle Linderung, 5-Alpha-Reduktase-Hemmer bei großer Prostata zum Schrumpfen, PDE5-Hemmer bei gleichzeitiger Erektionsstörung. Operation bei Restharn, Harnverhalt, wiederkehrenden Infekten, Blasensteinen, Nierenstau oder wenn Medikamente nicht reichen: TUR-P, Laser-Enukleation, Aquablation, UroLift oder Rezūm, je nach Größe und Wunsch nach Ejakulationserhalt.