Lexikon

Nephroureterektomie

Nephroureterektomie ist die Entfernung einer Niere zusammen mit dem gesamten Harnleiter und einem kleinen Stück Blasenwand, der sogenannten Blasenmanschette. Sie ist die Standardoperation bei Krebs des Nierenbeckens oder des Harnleiters.

Warum der ganze Harnleiter: Tumoren des Nierenbeckens und des Harnleiters sind Urothelkarzinome, also derselbe Tumortyp wie Blasenkrebs. Sie neigen dazu, entlang der gesamten Schleimhaut wiederzukehren. Bliebe ein Harnleiterrest zurück, würde dort in bis zu einem Drittel der Fälle ein neuer Tumor entstehen.

Ablauf: Die Operation erfolgt heute meist laparoskopisch oder roboterassistiert, die Blasenmanschette wird über einen kleinen Unterbauchschnitt oder von innen durch die Blase abgesetzt. Der Aufenthalt beträgt etwa fünf bis sieben Tage. Oft wird nach der Operation einmalig ein Chemotherapeutikum in die Blase gegeben, das spätere Blasentumoren seltener macht.

Nachsorge: Weil die Blase dasselbe Gewebe hat, tritt bei etwa einem Drittel der Patienten später ein Blasentumor auf. Regelmäßige Blasenspiegelungen über mindestens fünf Jahre gehören deshalb fest zur Nachsorge. Die verbliebene Niere übernimmt die Funktion, ihre Werte werden mit kontrolliert.

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Quelle: UroWissen.de, unabhängige urologische Patienteninformation. Dieser Ausdruck ersetzt keine ärztliche Beratung.
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