Lexikon

Mikrohämaturie

Mikrohämaturie bedeutet, dass sich rote Blutkörperchen im Urin finden, ohne dass der Urin sichtbar rot ist. Sie fällt meist zufällig im Teststreifen auf. Ab drei oder mehr roten Blutkörperchen pro Gesichtsfeld im Mikroskop gilt der Befund als bestätigt.

Harmlos oder nicht: Bei vielen Menschen ist sie vorübergehend und ohne Krankheitswert, etwa nach Sport, bei Fieber, während der Regelblutung oder nach dem Geschlechtsverkehr. Ein positiver Teststreifen sollte deshalb in einer zweiten Probe bestätigt werden. Bleibt er positiv, ist eine Abklärung nötig, auch ohne Beschwerden.

Mögliche Ursachen: Harnwegsinfekte, Steine, gutartige Prostatavergrößerung, Nierenerkrankungen mit Beteiligung der Filter, und bei einem kleinen Teil der Betroffenen ein Tumor von Blase oder Niere. Das Risiko steigt mit dem Alter, bei Rauchern und bei Männern. Blutverdünner erklären eine Hämaturie nicht, sie decken sie nur auf.

Abklärung: Urinkultur und Urinsediment, Nierenwerte, Ultraschall von Nieren und Blase. Je nach Risiko folgt eine Blasenspiegelung und bei Bedarf ein CT. Verformte rote Blutkörperchen und Eiweiß im Urin weisen auf die Niere selbst und führen zum Nephrologen.

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Quelle: UroWissen.de, unabhängige urologische Patienteninformation. Dieser Ausdruck ersetzt keine ärztliche Beratung.
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