Kalziumoxalat ist die Substanz, aus der etwa 70 bis 75 Prozent aller Nierensteine bestehen. Sie entsteht, wenn sich Kalzium und Oxalsäure im Urin verbinden und auskristallisieren. Die Steine sind hart, im Röntgen gut sichtbar und lösen sich nicht medikamentös auf.
Der häufigste Irrtum: Wer Kalziumoxalatsteine hat, sollte nicht auf Kalzium verzichten. Im Gegenteil: Kalzium aus der Nahrung bindet Oxalat schon im Darm, sodass weniger davon in den Urin gelangt. Eine kalziumarme Kost erhöht das Steinrisiko. Empfohlen werden etwa 1.000 bis 1.200 mg Kalzium täglich aus Lebensmitteln, nicht aus Tabletten.
Oxalat in der Nahrung: Besonders viel steckt in Rhabarber, Spinat, Mangold, Roter Bete, Nüssen, Kakao und schwarzem Tee. Diese Lebensmittel muss man nicht streichen, aber am besten zusammen mit einem Milchprodukt essen. Hohe Dosen Vitamin C werden im Körper zu Oxalat abgebaut und sollten vermieden werden.
Was sonst hilft: Trinken ist die wichtigste Maßnahme, Ziel sind 2 bis 2,5 Liter Urin am Tag. Wenig Kochsalz, weil Salz die Kalziumausscheidung erhöht, mäßig tierisches Eiweiß, viel Zitrusfrüchte wegen des Citrats, das Kristallbildung hemmt. Bei wiederkehrenden Steinen wird der 24-Stunden-Urin untersucht und gegebenenfalls Alkalicitrat oder ein Thiazid verordnet.