Lexikon

Harnsäurestein

Harnsäurestein ist ein Nierenstein aus Harnsäure, dem Abbauprodukt der Purine. Er macht etwa 10 Prozent aller Harnsteine aus und ist der einzige häufige Steintyp, der sich ohne Operation medikamentös auflösen lässt.

Wie er entsteht: Entscheidend ist nicht in erster Linie zu viel Harnsäure, sondern ein dauerhaft saurer Urin mit einem pH-Wert unter 5,5. Dann fällt Harnsäure aus. Begünstigt wird das durch Übergewicht, Diabetes und metabolisches Syndrom, purinreiche Kost mit viel Fleisch und Innereien, Gicht, Durchfallerkrankungen und zu wenig Trinken.

Erkennung: Im Röntgenbild sind Harnsäuresteine unsichtbar, im CT und Ultraschall gut zu sehen. Ein Hinweis ist der niedrige Urin-pH im Teststreifen. Sicherheit gibt die Steinanalyse nach Abgang oder Entfernung, die bei jedem ersten Stein gemacht werden sollte.

Behandlung: Durch Anheben des Urin-pH auf 6,5 bis 7,0 mit Alkalicitrat oder Natriumbikarbonat lösen sich die Steine über Wochen bis Monate auf, der Patient kontrolliert den pH selbst mit Teststreifen. Dazu zwei bis drei Liter trinken, weniger Fleisch und Alkohol, Gewicht normalisieren. Bei sehr hohen Harnsäurewerten kommt Allopurinol hinzu.

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Quelle: UroWissen.de, unabhängige urologische Patienteninformation. Dieser Ausdruck ersetzt keine ärztliche Beratung.
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