Die Halbwertszeit gibt an, wie lange es dauert, bis die Hälfte eines radioaktiven Stoffs zerfallen ist. Nach zwei Halbwertszeiten ist noch ein Viertel übrig, nach drei ein Achtel.
Warum das im Alltag zählt: In der Nuklearmedizin bestimmt dieser Wert, wie lange nach einer Behandlung Abstandsregeln gelten. Lutetium-177 hat eine Halbwertszeit von etwa sechs Tagen, Jod-131 von acht Tagen, das für Untersuchungen genutzte Technetium-99m nur von sechs Stunden.
Zwei Uhren laufen gleichzeitig: Neben dem radioaktiven Zerfall scheidet der Körper einen Teil des Stoffs über den Urin aus. Die tatsächlich im Körper verbleibende Menge nimmt deshalb schneller ab, als der reine Zerfall vermuten lässt. Fachlich spricht man von der effektiven Halbwertszeit.
Was das nicht bedeutet: Ein Stoff mit kurzer Halbwertszeit ist nicht automatisch harmloser. Entscheidend ist, wie viel Strahlung das Gewebe insgesamt aufnimmt und wo sich der Stoff anreichert.