Das Gesamtüberleben, in Studien als OS für overall survival abgekürzt, misst die Zeit von einem festgelegten Startpunkt bis zum Tod, gleich woran. Es gilt als härtester Maßstab für den Nutzen einer Krebstherapie.
Warum es so schwer wiegt: Anders als Laborwerte oder Bildbefunde lässt es sich nicht unterschiedlich auslegen. Eine Therapie, die das Gesamtüberleben verlängert, hilft messbar, auch wenn sie Nebenwirkungen hat.
Wie die Zahlen zu lesen sind: Meist wird das mediane Gesamtüberleben angegeben, also der Zeitpunkt, zu dem die Hälfte der Studienteilnehmer noch lebte. Eine Verlängerung um vier Monate im Median bedeutet nicht, dass jeder vier Monate gewinnt: Manche haben keinen Vorteil, andere deutlich mehr. Das ist bei der Entscheidung wichtiger als der Durchschnittswert selbst.
Abgrenzung: Das progressionsfreie Überleben misst nur, wie lange der Tumor nicht weiterwächst. Es liegt früher vor, sagt aber weniger über den tatsächlichen Nutzen aus.