Lexikon

Biochemisches Rezidiv

Biochemisches Rezidiv bedeutet, dass nach einer Behandlung des Prostatakrebses der PSA-Wert wieder ansteigt, ohne dass in der Bildgebung schon ein Tumor sichtbar ist. Das Labor zeigt den Rückfall früher an als jedes Bild.

Grenzwerte: Nach radikaler Prostatektomie sollte der PSA-Wert nicht mehr messbar sein. Von einem Rezidiv spricht man ab 0,2 ng/ml in zwei aufeinanderfolgenden Messungen. Nach Bestrahlung bleibt Prostatagewebe erhalten, deshalb gilt hier der tiefste erreichte Wert plus 2 ng/ml als Grenze.

Was es bedeutet: Ein steigender PSA-Wert ist nicht gleichbedeutend mit Metastasen. Entscheidend sind die Verdopplungszeit und der Abstand zur Erstbehandlung. Ein langsamer Anstieg nach vielen Jahren spricht für ein örtliches Rezidiv, ein schneller Anstieg innerhalb des ersten Jahres eher für eine Streuung. Etwa jeder dritte operierte Patient erlebt im Laufe der Jahre ein biochemisches Rezidiv.

Nächste Schritte: Die PSMA-PET/CT kann schon bei niedrigen Werten zeigen, wo der Tumor sitzt. Je nach Befund folgt eine Bestrahlung der Prostataloge, eine Hormontherapie oder zunächst eine engmaschige Beobachtung. Viele Männer leben mit einem biochemischen Rezidiv über Jahre ohne Beschwerden.

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Quelle: UroWissen.de, unabhängige urologische Patienteninformation. Dieser Ausdruck ersetzt keine ärztliche Beratung.
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