Lexikon

Lutetium-177

Lutetium-177 ist eine radioaktive Form des Metalls Lutetium. Es sendet Betastrahlung aus, die im Gewebe nur ein bis zwei Millimeter weit reicht, und wird deshalb in der Nuklearmedizin zur Behandlung eingesetzt.

Warum die kurze Reichweite nützt: Sitzt der Stoff an einer Tumorzelle, trifft die Strahlung diese Zelle und ihre unmittelbaren Nachbarn, nicht aber weiter entferntes gesundes Gewebe. Das unterscheidet die Behandlung von einer Bestrahlung von außen, bei der der Strahl durch gesundes Gewebe hindurchgeht.

Halbwertszeit und Alltag: Nach etwa sechs Tagen ist die Hälfte der Radioaktivität abgeklungen. Deshalb gelten nach der Infusion für einige Tage Verhaltensregeln, etwa Abstand zu kleinen Kindern und Schwangeren und eigene Toilettenbenutzung. Die genauen Vorgaben macht die behandelnde Klinik.

Auch anderswo im Einsatz: Mit einem anderen Suchmolekül wird Lutetium-177 bei neuroendokrinen Tumoren verwendet. Der Strahler ist derselbe, nur das Molekül, das ihn zum Ziel bringt, unterscheidet sich.

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