57 Kliniken haben im Jahr 2024 eine Lutetium-177-PSMA-Therapie durchgeführt, zusammen 8.440 Anwendungen. Drei weitere Häuser melden den Schlüssel ohne Fall. Die Karte zeigt, wo, und wie oft.
Jede Klinik in Deutschland ist gesetzlich verpflichtet, jährlich einen strukturierten Qualitätsbericht an den Gemeinsamen Bundesausschuss zu melden. Darin steht für jede Fachabteilung, welche Prozeduren wie oft durchgeführt wurden. Für die PSMA-Radioligandentherapie gibt es seit 2016 eigene Schlüssel: 8-530.d1 für die Herstellung in der Klinikapotheke, 8-530.d2 für das zugelassene Fertigarzneimittel und 8-530.dx für sonstige Formen. Wir haben alle 2.220 Berichte des Jahres 2024 ausgewertet und diese drei Schlüssel zusammengefasst.
Grenzen der Auswertung: Erfasst sind nur stationäre Behandlungen, und die Therapie findet in Deutschland ohnehin stationär statt. Kliniken, die 2024 erst begonnen haben, tauchen mit kleinen Zahlen oder gar nicht auf. Fehlkodierungen einzelner Häuser sind möglich. Ambulante Zentren ohne Krankenhausbezug erscheinen nicht, weil sie keinen Qualitätsbericht abgeben.
Die Radioligandentherapie mit Lutetium-177 ist zugelassen für Männer mit metastasiertem, kastrationsresistentem Prostatakarzinom, deren Tumor im PSMA-PET ausreichend Signal zeigt und bei denen die üblichen Therapien nicht mehr ausreichen. Voraussetzung sind ein PSMA-PET-CT, eine ausreichende Nieren- und Knochenmarkfunktion und die Empfehlung einer Tumorkonferenz. Der Weg führt fast immer über den behandelnden Urologen oder das Prostatakrebszentrum, das die Vorstellung in der Nuklearmedizin veranlasst.
Quelle: Strukturierte Qualitätsberichte der Krankenhäuser für das Berichtsjahr 2024, Gemeinsamer Bundesausschuss, Prozedurenschlüssel OPS 8-530.d1, 8-530.d2 und 8-530.dx. Geografische Zuordnung über den Bundes-Klinik-Atlas des Bundesministeriums für Gesundheit, Stand 28.07.2026. Aufbereitung: UroWissen. Diese Auswertung ist unabhängig entstanden, ohne Beteiligung von Herstellern.