Das progressionsfreie Überleben, abgekürzt PFS, misst die Zeit vom Behandlungsbeginn bis zu dem Zeitpunkt, an dem der Tumor nachweislich wächst, neue Herde auftreten oder der Patient stirbt.
Warum es verwendet wird: Ergebnisse liegen früher vor als beim Gesamtüberleben, weil man nicht abwarten muss, wie lange die Teilnehmer insgesamt leben. Für die Zulassung neuer Medikamente ist das oft der erste verfügbare Nachweis.
Wo die Grenzen liegen: Ein Tumor, der in der Bildgebung nicht wächst, bedeutet nicht zwangsläufig ein längeres Leben. Außerdem hängt der gemessene Zeitpunkt davon ab, wie oft untersucht wird: Wer häufiger kontrolliert, findet das Wachstum früher. Deshalb ist bei der Bewertung entscheidend, ob sich auch das Gesamtüberleben verbessert.
Verwandte Begriffe: Beim Prostatakrebs wird zusätzlich vom radiographischen progressionsfreien Überleben gesprochen, wenn nur Bildbefunde zählen, und vom PSA-Ansprechen, wenn der Laborwert fällt.