Lexikon

Rezum

Rezum ist ein Verfahren bei gutartiger Prostatavergrößerung, bei dem Wasserdampf in das Prostatagewebe eingebracht wird. Der Dampf gibt seine Wärme ab, das behandelte Gewebe stirbt ab und wird vom Körper über Wochen abgebaut. Der Kanal der Harnröhre wird dadurch weiter.

Ablauf: Über die Harnröhre werden mehrere Dampfstöße von je etwa neun Sekunden gesetzt. Der Eingriff dauert wenige Minuten und läuft meist ambulant in örtlicher Betäubung oder kurzer Narkose. Für einige Tage ist ein Katheter nötig, weil die Prostata zunächst anschwillt.

Verzögerte Wirkung: Anders als nach einer Ausschälung tritt die Besserung nicht sofort ein. Der Körper braucht Wochen, um das behandelte Gewebe abzubauen. Die volle Wirkung zeigt sich meist nach etwa drei Monaten. Wer damit rechnet, ist in den ersten Wochen weniger enttäuscht.

Sexualfunktion: Die Ejakulation bleibt bei den meisten Behandelten erhalten, ebenso die Erektionsfähigkeit. Das ist der wesentliche Unterschied zur klassischen Ausschälung.

Die Grenzen: Die Besserung fällt geringer aus als nach einer Ausschälung oder einer Enukleation. Bei sehr großer Prostata und bei Männern, die bereits einen Dauerkatheter tragen, ist das Verfahren nicht die erste Wahl. Ein Teil braucht nach Jahren eine erneute Behandlung.

Verwandte Begriffe
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Quellen: Leitlinien der European Association of Urology und der Deutschen Gesellschaft für Urologie. Redaktion UroWissen, fachliche Begleitung durch das Medical Board.
Quelle: UroWissen.de, unabhängige urologische Patienteninformation. Dieser Ausdruck ersetzt keine ärztliche Beratung.
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