Lexikon

HoLEP

HoLEP steht für Holmium-Laser-Enukleation der Prostata. Dabei wird das vergrößerte Drüsengewebe mit einem Laser von der Kapsel abgelöst, als Ganzes in die Blase geschoben und dort zerkleinert und abgesaugt. Das Prinzip entspricht der offenen Adenomektomie, nur durch die Harnröhre und ohne Schnitt.

Vorteile: HoLEP entfernt das Adenom vollständig, unabhängig von der Größe der Prostata. Dadurch ist die Wirkung dauerhaft, Zweiteingriffe sind mit unter zwei Prozent nach zehn Jahren selten. Der Blutverlust ist gering, auch unter Blutverdünnern, der Katheter bleibt meist nur einen Tag, der Aufenthalt zwei bis drei Tage. Das entfernte Gewebe kann vollständig auf Krebs untersucht werden.

Nachteile und Nebenwirkungen: Das Verfahren ist technisch anspruchsvoll und braucht eine lange Lernkurve, weshalb nicht jede Klinik es anbietet. Nach der Operation ist für einige Wochen Dranginkontinenz häufig, dauerhafte Belastungsinkontinenz tritt bei ein bis zwei Prozent auf. Ein trockener Orgasmus ohne Samenerguss ist bei etwa drei Viertel der Männer die Folge, die Erektion bleibt erhalten.

Zahlen: Die Enukleation hat sich in Deutschland seit 2021 von 13.000 auf über 31.000 Eingriffe im Jahr mehr als verdoppelt und macht inzwischen knapp ein Drittel aller Prostataoperationen wegen gutartiger Vergrößerung aus. Neben dem Holmium-Laser werden Thulium-Laser (ThuLEP) und bipolarer Strom (BipoLEP) eingesetzt, mit gleichwertigen Ergebnissen.

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Quelle: UroWissen.de, unabhängige urologische Patienteninformation. Dieser Ausdruck ersetzt keine ärztliche Beratung.
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