Lexikon

Rauchstopp

Rauchstopp ist die wirksamste einzelne Maßnahme, die ein Patient in der Urologie selbst ergreifen kann. Rauchen ist der wichtigste vermeidbare Risikofaktor für Blasenkrebs, es erhöht das Risiko für Nierenkrebs und es schädigt die Gefäße, von denen die Erektion abhängt.

Blasenkrebs: Krebserzeugende Stoffe aus dem Rauch werden über die Nieren ausgeschieden und stehen in der Blase über Stunden mit der Schleimhaut in Kontakt. Raucher erkranken deutlich häufiger an Blasenkrebs als Nichtraucher. Nach einem Rauchstopp sinkt das Risiko über Jahre, erreicht aber nicht wieder das Niveau von Menschen, die nie geraucht haben.

Nach der Diagnose: Auch wer bereits an Blasenkrebs erkrankt ist, profitiert. Wer nach der Diagnose weiterraucht, erlebt häufiger einen Rückfall und häufiger ein Fortschreiten. Der Rauchstopp ist damit Teil der Behandlung und nicht bloß eine Vorsorgeempfehlung.

Erektion: Rauchen schädigt die Innenwand der kleinen Gefäße. Erektionsstörungen sind bei Rauchern häufiger und treten früher auf. Bei jüngeren Männern ist die Erektionsstörung oft das erste Zeichen einer Gefäßschädigung, die später Herz und Kreislauf betrifft.

Was hilft: Der Wille allein führt bei den wenigsten zum Erfolg. Wirksam sind die Kombination aus verhaltenstherapeutischer Begleitung und medikamentöser Unterstützung. Strukturierte Kurse werden von den Krankenkassen anteilig übernommen. Rückfälle sind der Normalfall und kein Grund aufzuhören.

Quellen: Leitlinien der European Association of Urology und der Deutschen Gesellschaft für Urologie. Redaktion UroWissen, fachliche Begleitung durch das Medical Board.
Quelle: UroWissen.de, unabhängige urologische Patienteninformation. Dieser Ausdruck ersetzt keine ärztliche Beratung.
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