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TUR-B

TUR-B steht für transurethrale Resektion der Blase, die Abtragung von Blasentumoren durch die Harnröhre mit einer elektrischen Schlinge. Sie ist zugleich Diagnose und Behandlung: Das abgetragene Gewebe zeigt, ob und wie tief der Tumor wächst, und bei oberflächlichen Tumoren ist die vollständige Abtragung bereits die Therapie.

Ablauf: In Rückenmarks- oder Vollnarkose wird ein Resektoskop in die Blase eingeführt, der Tumor wird schichtweise bis in die Muskulatur abgetragen, damit der Pathologe die Eindringtiefe beurteilen kann. Der Eingriff dauert 20 bis 60 Minuten, ein Katheter bleibt ein bis drei Tage. Die Fluoreszenztechnik mit Hexaminolävulinsäure lässt Tumoren unter Blaulicht rot leuchten und findet etwa 20 Prozent mehr Herde als Weißlicht; in Deutschland wird etwa ein Drittel der Abtragungen so durchgeführt.

Danach: Innerhalb von 24 Stunden nach der Abtragung wird bei niedrigem und mittlerem Risiko einmalig ein Chemotherapeutikum in die Blase gegeben, das die Rückfallrate senkt. Bei hohem Risiko oder unvollständiger Erstabtragung folgt nach zwei bis sechs Wochen eine zweite TUR-B, die bei etwa einem Drittel noch Resttumor findet. Danach richten sich Instillationstherapie mit BCG oder Mitomycin und die Kontrollabstände nach der Risikogruppe.

Zahlen und Risiken: Mit etwa 109.000 Eingriffen im Jahr 2025 ist die TUR-B nach der Harnleiterschiene der häufigste stationäre Eingriff der deutschen Urologie, seit 2025 wird ein Teil ambulant als Hybrid-DRG abgerechnet. Risiken sind Nachblutung, Harnwegsinfekt und bei etwa einem Prozent eine Perforation der Blasenwand, die meist mit längerer Katheterzeit ausheilt. Blasentumoren kehren bei 30 bis 70 Prozent wieder, deshalb ist die Nachsorge entscheidend.

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Quelle: UroWissen.de, unabhängige urologische Patienteninformation. Dieser Ausdruck ersetzt keine ärztliche Beratung.
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