Lexikon

Nierenszintigraphie

Nierenszintigraphie ist eine nuklearmedizinische Untersuchung, bei der eine schwach radioaktive Substanz über die Vene gegeben und ihr Weg durch die Nieren mit einer Kamera verfolgt wird. Sie zeigt, wie viel Prozent der Gesamtfunktion jede Niere leistet.

Wozu: Die Blutwerte sagen nur etwas über beide Nieren zusammen. Die Szintigraphie trennt rechts und links. Das ist wichtig vor einer Nierenentfernung, bei der Frage, ob eine gestaute Niere noch rettenswert ist, bei Nierenbeckenabgangsstenosen, nach Nierentransplantation und bei Kindern mit Reflux oder Fehlbildungen.

Ablauf: Der Patient sollte gut getrunken haben. Nach der Injektion liegt er etwa 20 bis 30 Minuten unter der Kamera. Bei der Abflussprüfung wird zusätzlich ein harntreibendes Mittel gegeben: Fließt das Mittel danach ab, ist der Stau funktionell, bleibt es liegen, besteht ein echtes Hindernis. Die Untersuchung ist schmerzlos und ohne Kontrastmittel.

Strahlenbelastung: Sie liegt mit etwa 1 Millisievert unter der eines Bauch-CT und im Bereich der natürlichen Jahresdosis. Die Substanz wird innerhalb eines Tages über den Urin ausgeschieden. Schwangere werden nicht untersucht, Stillende sollten eine kurze Pause einlegen.

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