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ESWL

ESWL steht für extrakorporale Stoßwellenlithotripsie, die Zertrümmerung von Nieren- und Harnleitersteinen durch von außen eingeleitete Druckwellen. Der Stein wird mit Röntgen oder Ultraschall angepeilt, die Stoßwellen werden durch Haut und Gewebe auf ihn gebündelt und zerlegen ihn in Fragmente, die mit dem Urin abgehen. Es ist das einzige Steinverfahren ohne Eingriff in den Körper.

Für welche Steine: Nierensteine bis etwa zwei Zentimeter und Harnleitersteine im oberen Abschnitt, am besten weich und röntgendicht. Schlechte Voraussetzungen sind sehr harte Steine aus Kalziumoxalat-Monohydrat oder Zystin, Steine im unteren Nierenkelch, aus dem Fragmente schlecht abgehen, starkes Übergewicht, das die Wellen abschwächt, und Schwangerschaft, Gerinnungsstörungen oder Aneurysmen in der Nähe, bei denen die ESWL nicht erlaubt ist.

Ablauf: Ambulant oder mit einer Übernachtung, in Sedierung oder mit Schmerzmitteln, die Behandlung dauert 30 bis 60 Minuten mit 2.000 bis 3.000 Stößen. Danach Blut im Urin, Flankenschmerzen und ein Bluterguss der Flanke für einige Tage. Die Fragmente gehen über Tage bis Wochen ab, unterstützt durch Trinken und Bewegung. Die Steinfreiheitsrate liegt je nach Lage und Größe bei 50 bis 80 Prozent, oft sind zwei bis drei Sitzungen nötig.

Bedeutung heute: Die ESWL hat in Deutschland stark an Boden verloren: Die stationären Behandlungen sind seit 2021 von rund 6.200 auf 2.500 gesunken, weil die Harnleiterspiegelung mit Laser in einer Sitzung zuverlässiger steinfrei macht. Ihre Stärken bleiben die Schonung und der Verzicht auf Narkose, ihre Schwächen die Steinstraße bei großen Steinen und die Unsicherheit, ob alle Fragmente abgehen.

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Quelle: UroWissen.de, unabhängige urologische Patienteninformation. Dieser Ausdruck ersetzt keine ärztliche Beratung.
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