Bisher zeigte UroMaps die urologischen Fachabteilungen nach ihrer Gesamtfallzahl. Ab sofort lässt sich stattdessen ein Eingriff auswählen, und die Liste ordnet sich danach neu.
Wer „Ersatzblase“ wählt, sieht statt 459 Abteilungen die 91, die überhaupt eine Neoblase bilden. Wer „Prostata-Enukleation“ wählt, sieht die 197 Häuser, die das Verfahren anbieten. Zur Auswahl stehen sechzehn Eingriffe, von der Prostataentfernung über die Blaulicht-Blasenspiegelung bis zur Steinbehandlung.
Dazu kommt eine Umkreissuche: Auf Wunsch zeigt der Finder nur Kliniken im gewählten Radius um den eigenen Standort und nennt die Entfernung.
Jedes deutsche Krankenhaus muss jährlich einen strukturierten Qualitätsbericht an den Gemeinsamen Bundesausschuss melden, mit allen Diagnosen und Eingriffen, aufgeschlüsselt nach Fachabteilung. Diese Berichte sind öffentlich, liegen aber als technische Dateien vor, die niemand liest.
Wir haben die Berichte des Jahres 2024 ausgewertet: 2.220 Standorte, davon 459 mit einer urologischen Fachabteilung und zusammen 776.807 stationären Behandlungsfällen.
Eine hohe Zahl bedeutet Erfahrung. Bei vielen urologischen Operationen hängt Erfahrung mit dem Ergebnis zusammen, und bei seltenen Eingriffen wie der Ersatzblase ist der Unterschied zwischen einem Haus mit fünf und einem mit vierzig Eingriffen im Jahr erheblich.
Ein Qualitätsurteil ist die Zahl trotzdem nicht. Über den Operateur, die Ausstattung, die Nachsorge und den Umgang mit Komplikationen sagt sie nichts. Damit die Einordnung leichter fällt, nennt der Finder bei jedem Eingriff den bundesweiten Median und kennzeichnet Häuser, die darüber oder im oberen Viertel liegen.
Drei Einschränkungen gehören dazu: Erfasst sind nur stationäre Behandlungen, nur die urologische Fachabteilung, und Zahlen unter vier werden in den Berichten aus Datenschutzgründen nicht ausgewiesen.
Zum Klinikfinder geht es hier: UroMaps. Die bundesweiten Vergleichszahlen stehen unter Urologie in Zahlen.