Lexikon

Orchidopexie

Orchidopexie ist die operative Fixierung des Hodens im Hodensack. Sie wird bei Hodenhochstand durchgeführt, um den Hoden an seinen richtigen Platz zu bringen, und bei Hodentorsion, um eine erneute Verdrehung zu verhindern. Sie gehört zu den häufigsten Eingriffen der Kinderurologie.

Bei Hodenhochstand: Über einen kleinen Leistenschnitt wird der Hoden mit seinem Samenstrang aufgesucht, von Verwachsungen und dem oft vorhandenen Bruchsack gelöst, ausreichend mobilisiert und in einer Tasche zwischen Haut und Muskelschicht des Hodensacks befestigt. Bei Bauchhoden erfolgt die Operation laparoskopisch, bei sehr hoch liegenden Hoden in zwei Schritten. Der Eingriff dauert 30 bis 60 Minuten, ambulant oder mit einer Übernachtung, empfohlen zwischen sechs und zwölf Monaten.

Bei Hodentorsion: Der verdrehte Hoden wird über den Hodensack freigelegt, zurückgedreht und, wenn er sich erholt, mit Nähten fixiert. Weil die Veranlagung zur Verdrehung fast immer beide Seiten betrifft, wird die Gegenseite im selben Eingriff vorsorglich ebenfalls fixiert. Je schneller operiert wird, desto besser: Innerhalb von sechs Stunden lassen sich über 90 Prozent der Hoden retten, nach 24 Stunden kaum noch.

Danach: Schwellung und Bluterguss klingen in ein bis zwei Wochen ab, Sport und Radfahren sind nach zwei bis drei Wochen wieder möglich. Komplikationen sind selten: Wundinfektion, Nachblutung, in ein bis zwei Prozent ein erneutes Hochsteigen des Hodens und sehr selten eine Schädigung der Gefäße mit Schrumpfung des Hodens. Nach Hodenhochstand wird der Hoden nach sechs und zwölf Monaten auf Lage und Größe kontrolliert.

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Quelle: UroWissen.de, unabhängige urologische Patienteninformation. Dieser Ausdruck ersetzt keine ärztliche Beratung.
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